Sparkurs in Regensburg

Infineon-Betriebsrat von Stellenstreichungen "total überrascht"

Am Dienstag hatte Infineon sein Sparprogramm noch nicht konkretisiert, nun bestätigt der Halbleiterkonzern die ersten Stellenstreichungen. Es geht um Hunderte Jobs. Der Betriebsrat reagiert entsetzt.


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Mitarbeiter des Chipkonzerns Infineon arbeiten im Reinraum der Chipfabrik.

Von Manuel Krüger und dpa

Die angekündigten Stellenstreichungen haben die Belegschaft des Chipherstellers Infineon in Regensburg völlig überrascht. Der Betriebsratsvorsitzende Johann Dechant sagte, Infineon sei kein "krankes Unternehmen", wo man mit so etwas rechnen müsse. Es stehe "wirtschaftlich top da und deshalb haben wir mit so einer knallharten Maßnahme nicht gerechnet." Das letzte Geschäftsjahr sei das beste der Unternehmensgeschichte gewesen, so Dechant, mit einer Gewinnmarge von 27 Prozent und über 4 Milliarden Euro Gewinn.

Die angekündigten Stellenstreichungen in Höhe einer "mittleren dreistelligen Zahl von Arbeitsplätzen", wie es von Unternehmensseite heißt, will er nicht hinnehmen. "Unser Ziel ist es, diese Zahl auf alle Fälle massiv zu reduzieren", gibt sich Dechant kämpferisch. Für die anstehenden, aber noch nicht terminierten, Verhandlungen über einen Interessenausgleich will er sich in wirtschaftlichen und rechtlichen Dingen unterstützend beraten lassen. 

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